Das griechische Gespenst

Solidarität mit den griechischen ArbeiterInnen!

start0rAm 5. Mai haben über 3 Millionen ArbeiterInnen in Griechenland das Land mit einem Generalstreik lahmgelegt, es mussten praktisch alle Schulen, Büros, Läden und Flughäfen geschlossen werden. Allein in Athen demonstrierten über 200.000 Menschen gegen die Sparmassnahmen der sozialdemokratischen Regierung. An diesem Tag stimmte das griechische Parlament für Kürzungen in Höhe von 30 Milliarden Euro: Die Erhöhung der Umsatzsteuer auf 23%, Kürzungen der Renten, die Erhöhung des Rentenalters und die Abschaffung von bis zu 2 Monatsgehältern für BeamtInnen. Diese Kürzungen waren die Bedingung, damit Griechenland ein Rettungspaket in der Höhe von 110 Milliarden Euro erhält. Weiterlesen »

Flugblatt von RIO am SUFO 2010

Die JuSo kämpft für das „1:12“ – wir bereiten das 1:0 vor

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Die KapitalistInnen sollen ihre Krise selbst bezahlen!

Die weltweite Krise ist nicht bloss das Produkt des immer wieder angeprangerten “Heuschreckenkapitalismus”, sondern ist ein Problem des Systems an sich.

Dass sich die Krisen häufen und verschärfen, konnte schon Karl Marx vor über 150 Jahren vorhersagen und dies ohne Kristallkugel oder Zeitmaschine.

Und jetzt, wieder in Zeiten einer Krise, wird uns das Blaue vom Himmel versprochen, von einem ehrlicheren, bodenständigeren Kapitalismus ist die Rede. Sogar bürgerliche PolitikerInnen haben plötzlich ein Problem mit Bonizahlungen, Bankgeheimnis usw.

Diese PolitikerInnen versuchen sich nun als KritikerInnen der Wirtschaft, obwohl sie noch vor ein paar Jahren mit den selben Dingen nicht das geringste Problem hatten.

Wir glauben nicht an einen “humanen Kapitalismus”, eher das Gegenteil ist der Fall: Die kapitalistische Marktwirtschaft wird immer unmenschlich, ausbeuterisch und ungerecht sein, solange sie existiert…

Nur eine Revolution der ArbeiterInnenklasse, die die Grundlage für einen demokratischen Sozialismus legt, wird eine Wirtschaftsordnung aufbauen können, die nach den Bedürfnissen von Mensch und Natur funktioniert und nicht nach dem höchsten Profit einiger weniger.

Wer sind wir?

RIO (Revolutionäre Internationalistische Organisation) ist seit 5 Jahren in St.Gallen und Region aktiv. Anfangs unter dem Namen REVOLUTION, änderten wir unseren Namen einhergehend mit einer Strukturänderung.

Auf internationaler Ebene ist RIO in mehreren Ländern aktiv. Wir kämpfen für eine sozialistische Revolution, aber auch gegen Probleme, die teilweise ihren Ursprung in den jetzigen herrschenden Verhältnissen haben, wie: Rassismus, Sexismus, Homophobie, aber auch die Zerstörung unserer Umwelt und alle weiteren Formen der Ausbeutung und Unterdrückung.

Unsere Ziele können wir aber aber nicht als Wahlpartei über den Weg der Reformen erreichen, da das Parlament und somit auch der Staat nicht neutral sind, sondern Instrumente der herrschenden Klasse, um ihre Macht zu gewährleisten.

Eine Rätedemokratie ist daher die einzige Lösung, um eine wirklich demokratische Regierung zu haben.

Als KommunistInnen sind wir auch an vorübergehenden und konkreten Bündnissen mit sozialdemokratischen und anderen Organisationen interessiert, werden allerdings immer wieder auch deren Eingliederung in die herrschende Ordnung kritisieren.

Bericht vom 1.Mai in Zürich und St.Gallen

fahne_nekRIO St.Gallen nahm an einem ereignisreichen 1.Mai in Zürich und St.Gallen teil. Die offizielle Demonstration in Zürich war mit 8000 Personen trotz Regen ziemlich gross. Nach Abschluss der Route zog der revolutionäre Block –etwa 500 Personen- weiter, um am Paradeplatz die rote Fahne zu hissen. Der Paradeplatz ist das symbolische Zentrum des Bankenplatz Schweiz und somit sehr prestigeträchtig. Doch schon auf dem Weg dorthin war die angekündigte massive Repression zu spüren. Der Weg wurde komplett abgeriegelt. Also machte mensch sich auf den Weg zum revolutionären Treff, wo den ganzen Tag ein kulturelles Programm mit Konzerten und Ausstellungen stattfand.

Bald jedoch wurde nach Provokationen seitens der Polizei das ganze Areal umstellt und anschliessend geräumt. Dabei wurde der grösste Teil der anwesenden Personen in Kessel aus Gitterwagen getrieben und dort verhaftet. Im Anschluss kam es in Umkreis des Areals zu Scharmützeln, die jedoch brutal mit Gummigeschossen und Tränengas zersprengt wurden. Immer wieder kam es auch zu Übergriffen von Zivilpolizisten, die – teilweise unter die DemonstrantInnen gemischt – plötzlich Tränengasgranaten zündeten.

Rückblickend betrachtet wurde das Programm der revolutionären Kräfte am 1.Mai durch den Polizeieinsatz massiv gestört, 353 Personen wurden verhaftet, was einem sehr grossen Teil des revolutionären Blocks entsprach.

In St.Gallen startete die offizielle Demonstration um 15:00. An die 200 Personen nahmen daran teil. Durch das Wetter und die Inexistenz eines antikapitalistischen oder gar revolutionären Blocks erinnerte das Ganze eher an einen Fastnachtsumzug. Trotzdem gelang es RIO St.Gallen, zum ersten Mal bei einem öffentlichen Anlass Präsenz zu zeigen. Nach Abschluss der Demonstration wurde noch eine Platzkundgebung gehalten, die die Juso mit mehreren Reden dominierte.

von Bert, RIO SG

–>Reports in English: http://www.onesolutionrevolution.org/?p=448&language=en#more-448

Neue Broschüre von RIO: Von Neukölln zur Weltrevolution

Wie die Kommunistische Jugendinternationale in einem Kneipenhinterzimmer in Berlin-Neukölln gegründet wurde

von Wladek Flakin – Vorwort von Wolfgang Wipperman –
Broschüre Nr. 7 von RIO

kji-240Die Kommunistische Jugendinternationale ist heute wenig bekannt – höchstens als eine der unzähligen von der Kommunistischen Internationale gegründeten und kontrollierten Frontorganisationen. Doch die Geschichte der KJI beginnt nicht mit der Gründung der Komintern im Jahr 1919, sondern bereits mit der Gründung der Internationalen Verbindung Sozialistischer Jugendorganisationen im Jahr 1907. Deswegen verfügte die KJI nach ihrer Gründung über eine längere Tradition der eigenständigen Arbeit und Entscheidungsfindung. In ihren ersten zwei Jahren – in denen der Sitz der KJI sich nicht in Moskau, sondern in Berlin befand – tobte ein Kampf über die Unabhängigkeit der Jugendinternationale bzw. ihr Verhältnis zur „Erwachseneninternationale“. Diese Broschüre beleuchtet diese Debatten und wirft ein kritisches Licht auf die bisherige Geschichtsschreibung, die von StalinistInnen einerseits und AntikommunistInnen anderseits dominiert wird.

RIO-Seminar in Zürich

Am Wochenende vom 20.3. auf den 21.3. war das internationale Seminar unserer Organisation RIO in Zürich. Im Programm waren drei interne Vorträge, einer über die Definition der ArbeiterInnenklasse, über die marxistische Wirtschaftstheorie und ein Referat über eine von ArbeiterInnen autonom verwaltete Fabrik in Lateinamerika.

Am Donnerstag Abend nahmen GenossInnen von RIO am Knastspaziergang zum Ausschaffungsgefängnis beim Flughafen Zürich teil, der als Reaktion auf den Tod eines Ausschaffungshäftlings kurzfristig stattfand.

Am Freitag beteiligte sich RIO am internationalen Aktionstag für die Rechte von ReinigerInnen bei der UBS mit einer Kundgebung vor dem UBS-Hauptsitz in Zürich, um die Wiedereinstellung von Alberto Durango zu fordern.

Aktion vor der UBS

Am Samstag dann wurden viele interessante Themen diskutiert, ob zum Beispiel PolizistInnen auch zu der ArbeiterInnenklasse gehören. Ein anderes, heiss diskutiertes Thema war über die Rolle des Militärs im Staat und ob es sinnvoller ist, ein Milizsystem zu haben oder nur eine Berufsarmee. Nebenbei blieb noch genug Zeit, um an einer Demo für Bleiberecht teilzunehmen.

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Ein weiteres Referat gab es noch über die marxistische Wirtschaftstheorie. Diese ist eine in vielen Punkten der üblichen Wirtschaftstheorie gegensätzliche Theorie. Hier wird der Profit der Unternehmer nicht aus dem Zirkulationsprozess, sondern aus dem Produktionsprozess, also der Ausbeutung der ArbeiterInnen gewonnen. Der Vortrag über die Keramik produzierende Firma Zanon, welche durch ArbeiterInnen geführt wird zeigt uns, dass unser Kampf nicht erfolglos ist und dass das System der Selbstverwaltung auch praktisch möglich ist. Die Firma, welche von ihrem ehemaligen Besitzer schon abgeschrieben war und geschlossen worden wäre, wird seit dem Jahre 2002 selbst verwaltet und hat einen zusätzlichen Drittel mehr ArbeiterInnen eingestellt.

Zwischen den Vorträgen war viel Zeit um miteinander zu reden und die Genossen aus den anderen Ländern kennen zu lernen. Obwohl wir uns vor allem auf die Theorie konzentriert haben, Konnten wir auf den genannten 2 Demonstrationen auch praktisch zusammenarbeiten. Das Wochenende bildete viel Diskussionsstoff für die nächsten Wochen und stärkte die internationale Zusammenarbeit der RIO.

Mehr Bilder dazu findet ihr hier: Fotoalbum auf Flickr

Von Bea, RIO Schweiz

Seminar in der Schweiz

An diesem Wochenende (20./21. März) findet ein Seminar von RIO in Zürich statt. Dazu erwarten wir Gäste aus Berlin! Bei Interesse, meldet euch auf arbeitsgruppe-sg@googlegroups.com oder mit der Kommentarfunktion.
Rote Grüsse
RIO Schweiz

Ist doch klar, oder?

Immer mehr Menschen wird klar, dass das kapitalistische System keinen Ausweg aus der Krise bietet, dass eine Revolution notwendig ist. Doch wie kommen wir dahin? Die unabhängige Jugendorganisation REVOLUTION lädt zum LLL-Weekend ein:
flyer

LLL-Weekend: 9.-10. Januar 2010, Berlin

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Über 80.000 beim deutschlandweiten Bildungsstreik

Eine erste Einschätzung der Proteste von REVOLUTION

Am 17. November demonstrierten über 80.000 SchülerInnen und Studierende in 60 deutschen Städten im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks. Am “International Student’s Day“ fanden die größten Demonstrationen in Berlin (12.000), München (10.000) und Wiesbaden (10.000) statt. Damit war der bundesweite Bildungsstreik kleiner als die der Streik im Juni, als über eine Viertelmillion Menschen auf die Straße gingen – aber das lag in erster Linie an einer kürzeren Mobilisierungszeit. Dafür wurden in den zwei Wochen vor dem Streik etwa 50 Universitäten besetzt. Zusätzlich wurden am Dienstag und Mittwoch auch die ersten zwei Schulen besetzt, in Düsseldorf und Berlin-Neukölln.
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REVOLUTION Schweiz ist zurück!

REVOLUTION Schweiz ist wieder da!

Die Schweizer Sektion der unabhängigen Jugendorganisation REVOLUTION ist wieder da! In den nächsten Wochen werden wir eine Gruppe gründen mit Mitgliedern in Zürich und St. Gallen. Achtet auf diese Website oder konktaktiere uns unter der Email-Adresse: revo_info(at)gmx.ch

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Revo-Grundsatzpositionen

Einleitung

Irgendwas auf dieser Welt läuft falsch.

Fast eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, aber gleichzeitig werden 13.000 Golfplätze das ganze Jahr grün gehalten. Multinationale Konzerne melden milliardenschwere Gewinne, aber gleichzeitig müssen ihre ArbeiterInnen immer mehr arbeiten, ohne entsprechende Lohnerhöhungen, während ihre Rechte und Jobsicherheit bedroht werden. Es wird immer mehr produziert, aber immer weniger Menschen profitieren davon.

Diese Probleme sind Produkte des Systems, in dem wir leben: des Kapitalismus.
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