Veröffentlicht: von Rod 23. August 2007
in Kultur, Antikapitalismus und Fotos.
Jugendliche aus fünf Ländern waren beim Sommercamp von REVOLUTION
Der revolutionäre Waschbär Lefty stellte sich mit einem riesigen “Capitalism sucks!”-Schild hin, um Jugendliche zu einem antikapitalistischen Sommercamp zu mobilisieren.
Vom 23. bis 28. Juli fand das REVOCAMP 2007 statt, an dem junge AktivistInnen aus fünf verschiedenen Ländern teilnahmen. Von über vierzig Jugendlichen waren viele Mitglieder von der unabhängigen Jugendorganisation REVOLUTION, andere hatten über verschiedenste Wege zu uns gefunden und staunten über das volle Programm.
Tagsüber liefen Vorträge, Diskussionen und Workshops. Aber das riesige Studentenheim in der tschechischen Stadt Liberec brummelte jeden Tag bis spät in die Nacht, denn nach den vielen Diskussionen wollten die jungen RevolutionärInnen auch trinken, tanzen und revolutionäre Lieder singen.
Aufgewacht!
Am Montag um Punkt zehn Uhr begann das Camp offiziell mit dem Eröffnungsplenum, samt kurzer Vorstellungsrunde, unbedingt einzuhaltender Regeln (”Bettruhe um 22:00 Uhr und kein Tropfen Alkohol!” - was recht schnell als Verarsche erkannt wurde) und der Ausgabe von Essensmarken für die Mensa, in der wir aßen.
Eine Einführung in den Marxismus bot dann der erste Vortrag, um einige Konzepte vorzustellen, die während des gesamten Camps verwendet wurden. Anschließend wurde in einem praktisch orientierten Workshop das Konzept der “Camp-Zeitung” vorgestellt. So traf sich für den Rest der Woche an jedem Abend ein neues Redaktionsteam, um die besten Camp-Gerüchte, Bade-Tipps und Spekulationen über die Zusammensetzung des tschechischen Essens auf Papier zu bringen, was besonders für die erste Ausgabe bis tief in die Nacht dauerte.

Die Campzeitungen: RoteRevoRevue, Der Revoluzzer und Der Revochecker
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Veröffentlicht: von Rod 22. August 2007
in Kultur, Antifaschismus und Aktuelles.
Hallo,
nach einer langen Sommerpause möchten wir euch auf ein Solikonzert, dass von den GenossInnen der Antifaschistische Gruppe Braunschweig (AGB) und der Jugend Antifa Wolfenbüttel [JAW], am 15.09.07 im Braunschweiger B58 veranstaltet wird, hinweisen.
“
Die Antifaschistische Gruppe Braunschweig (AGB) und die Jugend Antifa Wolfenbüttel [JAW] bitten zum Tanz…
…und das aus einem guten Grund: Antifaschistische Arbeit ist und bleibt wichtig - kostet aber leider Geld.
Nur durch kontinuierliche antifaschistische Arbeit wird gewährleistet, dass die Nazis in der Stadt nicht irgendwann die Hegemonie oder zumindest eine zentrale Rolle einnehmen und somit eine direkte Gefahr für die körperliche Unversehrtheit all derjenigen darstellen, die nicht in ihr faschistisches Weltbild passen.
Dazu müssen Flyer, Plakate, Aufkleber und Aufrufe gedruckt werden, Veranstaltungen organisiert und Fahrten zu Demonstrationen geplant und durchgeführt werden.
Da auch bei uns das Geld leider nicht auf Bäumen wächst, heißt das zwangsläufig, dass wir auch auf eure Mithilfe angewiesen sind.
Durch den Besuch des Konzertes gewährleistet ihr, dass wir auch weiterhin alles in unseren Kräften stehende tun können, um aktive antifaschistische Politik in Braunschweig, Wolfenbüttel und Umgebung fortzuführen.
Also in diesem Sinne:
Feiern für eine gute Sache –
Für eine starke antifaschistische Jugendkultur!
Love Music – Hate Fascism
Die Bands:
Ears in the ashtray [Hörprobe]
The Villains
Ska’n’Pipes [Hörprobe]
Directors Cut [Hörprobe]
Mehr Infos über unsere Arbeit:
www.agb.blogsport.de
www.jaw.blogsport.de

Veröffentlicht: von Rod 21. August 2007
in Antifaschismus.
Beeidruckende Recherchekünste stellte die Wolfsburger Nachrichten unter Beweis als sie über die letzte Nacht und Nebelaktion der Wolfsburger Kameradschaft “Bürgerinitiative für Zivilcourage” berichtete.
Bürgerinitiative für Zivilcourage Wolfsburg wirbt Anhänger – Dahinter steckt Worch
Wie teuer soll Benzin noch werden? In dicken Lettern steht diese Frage auf einem Flugblatt der Bürgerinitiative für Zivilcourage Wolfsburg. Hunderte solcher Blätter sind in diesen Tagen in den Wolfsburger Briefkästen gelandet. Mit allgemein unpopulären Themen fischt die rechtsextreme Gruppierung im bürgerlichen Lager.
Die rechtsextreme Gesinnung versteckt sich hinter einer Abhandlung über den Klimawandel und Alternativen zum Rohöl. Experten erkennen dennoch untrügliche Hinweise auf die Szene: Der auf den Handzetteln verwendete Zahnkranz als Logo wurde bereits von den Nebenorganisationen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei (NSDAP) und später von der seit 1995 verbotenen Freiheitlichen Arbeiter-Partei (FAP) benutzt. Und als Urheber ist der bundesweit bekannte Neonazi Christian Worch aus Hamburg genannt.
Die Bürgerinitiative für Zivilcourage Wolfsburg gibt es seit 2005 und ist ein Ableger der Mutter-Organisation in Hildesheim, von dort aus werden die Aktionen gesteuert. Vor allem im Internet ist die Gruppe präsent – mit Links zu rechtsextremem Gedankengut. Die Beamten des Staatsschutzes bei der Polizei Wolfsburg beobachten sie schon seit längerem: “Worch ist für uns kein Unbekannter. Wir versuchen, sämtliche Aktivitäten in Wolfsburg zu registrieren”, erklärt Polizeisprecher Joachim Habelsberger. In der Hand hätte der Staatsschutz allerdings nichts gegen das Bündnis für Zivilcourage, das Verteilen von Handzetteln sei nichts Verbotenes. koc
Wolfsburger Nachrichten, 18.08.07, Quelle
Schön zu sehen, dass unsere Provinznazis über (nachts) ein paar Flugblätter in Briefkästen schmeißen nicht hinauskommen.